Mannwerdungsblog

Archive for the ‘Tipps’ Category


Im Online-Archiv der „Psychologischen Schlüsselbegriffe“ beim HR sind so einige interessante Gefühlsregungen zu finden:

Besondere Aufmerksamkeit auf diesem Blog verdienen diese:

Gerade das Gerührt-Sein ist eine interessante Regung als Muttersohn, da die eigene Sensibilität mit den ganzen verschütteten Wünschen und Sehnsüchten sichtbar wird:

In dem Moment, wo wir gerührt sind, bricht etwas auf, das wir uns selbst nicht eingestehen, etwas, das mit unserem Selbst-Bild nicht vereinbar scheint. Wenn man gerührt ist, ist plötzlich etwas da, bei dem wir uns schon damit abgefunden hatten, dass wir es nicht bekommen. In diesem Moment wird das Bild, das wir von uns selbst haben, erschüttert, und wir müssen weinen.

Ich bin zum Beispiel oft gerührt, wenn in Filmen jemand doch noch zu von seiner Familie aufgenommen oder akzeptiert wird.

Wann seid ihr gerührt?

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Ein echtes Dreiecksdrama, das hoch gelobt wird, aber leider wohl nicht auf DVD erhältlich ist: „Die zweite Frau“.

Spiegel Online schreibt dazu:

Ein schmerzhaft genaues Dreiecksdrama hat Hans Sebastian Steinbichler mit „Die zweite Frau“ in Szene gesetzt. Seine große Leistung: So brutal hier der ödipale Klammergriff gelöst wird, so nuanciert und bildgenau zeichnet der Regisseur die psychosozialen Verschiebungen nach.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/tv-drama-die-zweite-frau-oedipus-auf-shopping-tour-a-591903.html

http://www.moviepilot.de/movies/die-zweite-frau

via http://www.frauen-wollen-erwachsene-maenner.de/die-zweite-frau-toller-film-uber-einen-muttersohn-und-seinen-befreiungsweg-auf-arte

 


Aktuell im Spiegel, wenn auch mehr zum Thema „Vernachlässigung“ durch „Rabenväter“: Offenbar kommt nun langsam auch mal in der Breiten Masse an, dass die Vater-Sohn-Beziehung dem Kind schadet.

Folgen für den Sohn (interessanterweise nicht für Töchter) sind:

  • Aggressives Verhalten
  • Schlechterer Zugang zur geschlechtlichen Identität
  • Weniger Eigenständigkeit

Dabei ist wohl vor allem auffällig, dass hauptsächlich die Länge der Arbeitszeit ausschlaggebend war, ob Söhne verhaltensauffällig wurden.

Als Ursachen werden folgende Punkte erwogen:

  • typische Vater-Sohn-Spiele fehlen, in denen das Kind seine Energie herauslassen und Aggressionen abbaut
  • Väter spielen in ihren wenigen Momenten mit den Söhnen vor allem solche stereotypen Spiele. These: Dadurch werde generell aggressives Verhalten bei Kindern verstärkt.
  • Männer mit vereinnahmenden Jobs tendierten außerdem zu strenger Erziehung, was ebenfalls Verhaltensprobleme beim Kind fördern könnte
  • Hochaktive Söhne sind für Mütter eine große Herausforderung, erst recht wenn der Vater kaum anwesend ist. Das führe zu Spannungen zwischen Mutter und Kind und folglich zu Auffälligkeiten beim Sohn.

Gerade der letzte Punkt erscheint mir einleuchtend. Meine These ist, dass es sich nicht unbedingt um Spannungen handeln muss. Ich könnte mir auch vorstellen, dass nur die Söhne, die Konflikte mit der Mutter haben, aggressiv und verhaltensauffällig werden. Söhne, die eine enge Bindung zur Mutter eingehen und eine Distanz zum strengen Vater entwickeln, werden zwar nicht aggressiv, aber möglicherweise zu wenig eigenständigen und potentiell depressiven Muttersöhnen. Das ist sozial offenbar mehr erwünscht als die Aggression, daher wird diese Folge nicht gravierend genug für eine großangelegte Studie gesehen.

Offenbar soll die Studie weitergeführt werden, möglicherweise werden die Ergebnisse einen Zusammenhang zur Muttersohn-Problematik aufzeigen.


Frustrationstoleranz beschreibt, wie wir reagieren, wenn etwas nicht so läuft, wie wir das wünschen oder erwarten. Bei hoher Frustrationstoleranz halten wir Niederlagen, Probleme, das Ausbleiben von Bestätigung etc gut aus.

Bei niedriger Frustrationstoleranz regen wir uns total auf, wenn wir nicht bekommen, was wir von anderen erwarten. Oder von einer Situation. Und nicht zuletzt sind wir entmutigt oder fühlen uns unwert, weil eine bestimmte Bestätigung durch andere Personen uns nicht zeigt, dass wir doch ein bisschen toll sind.

Das Thema ist für die Mannwerdung deshalb wichtig, da wir uns verhalten wie kleine Jungs, wenn wir entweder aggressiv werden, weil wir z.B. von unserer Partnerin nicht das bekommen, was wir uns erwartet haben. Wenn sie sich etwa die ganze Zeit vermeintlich so abweisend verhält und wir selbst einen auf hart machen und erst recht nicht auf sie zugehen. Dabei war sie vielleicht nur mit sich selbst beschäftigt.

Oder aber wir suchen händeringend nach einer Möglichkeit, dass uns jemand bestätigt, dass man jemand halbwegs wichtiges/potentes/interessantes ist. Bekommen wir das nicht, ziehen wir uns entmutigt zurück, resignieren, werden traurig oder werfen die Flinte ins Korn.

Doris Wolf hat für den Palverlag einige gute Punkte gefunden, was weitere Folgen sein können. Dort finden sich sich auch einige Ursachen. Interessant ist aber vor allem die Gegenüberstellung von den Einstellungen, die jeweils zu hoher bzw niedriger Frustrationstoleranz führen. Hier meine Favoriten:

  • Ich akzeptiere, dass es für manche Ziele notwendig ist, negative Gefühle wie z.B. Enttäuschung oder Unsicherheit zu verspüren.
  • Ich möchte gerne, dass mir alles gelingt. Wenn mir nicht alles gelingt, ist es zwar schwer, dies zu akzeptieren, aber ich kann es akzeptieren. Und es lohnt sich, dies zu tun.

Auf der Seite findet sich auch noch ein kleiner Test dazu. Ich hatte immerhin 45 Punkte.


„Die vier Versprechen“ von Miguel Ruiz ist ein Buch, das ich schon vor einigen Jahren gelesen hatte. Nun bin ich wieder darauf gestoßen, und in einer Amazon-Rezension stand, was schon damals mein Eindruck war: Es reicht, die jeweiligen Sätze zu vergegenwärtigen. Außerdem finde ich „Agreements“ mit „Versprechen“ nicht korrekt übersetzt. Daher hier die um einen Punkt erweiterte Liste der nun 5 Übereinkünfte auf englisch:

The Five Agreements:

  1. BE IMPECCABLE WITH YOUR WORD Speak with integrity. Say only what you mean. Avoid using the word to speak against yourself or to gossip about others. Use the power of your word in the direction of truth and love.
  2. DON’T TAKE ANYTHING PERSONALLY Nothing others do is because of you. What others say and do is a projection of their own reality, their own dream. When you are immune to the opinions and actions of others, you won’t be the victim of needless suffering.
  3. DON’T MAKE ASSUMPTIONS Find the courage to ask questions and to express what you really want. Communicate with others as clearly as you can to avoid misunderstandings, sadness, and drama. With just this one agreement, you can completely transform your life.
  4. ALWAYS DO YOUR BEST Your best is going to change from moment to moment; it will be different when you are tired as opposed to well rested. Under any circumstance, simply do your best, and you will avoid self-judgment, self-abuse, and regret.
  5. BE SKEPTICAL, BUT LEARN TO LISTEN Don’t believe yourself or anybody else. Use the power of doubt to question everything you hear: Is it really the truth? Listen to the intent behind the words, and you will understand the real message.

Was bringt uns das auf dem Weg zu einem authentischeren Leben? Mit sich eine Übereinkunft zu treffen, diese fünf Punkte zu befolgen, kann helfen, die Maske abzusetzen, die man auf hat. Wer in der Kindheit als Muttersohn aufwuchs, der hat oft gelernt, sich selbst und die Wahrheit zu verleugnen und eigene Fehler unter den Tisch zu kehren, um zu gefallen. Das gilt auch für Bedürfnisse, die man verleugnet und irgendwann nicht mehr spürt. Die fünf Übereinkünfte mit sich selbst können das Verhaltensmuster auflösen helfen.


Diese Seite ist mir bisher entgangen: MannKomm, ein Portal für die Persönlichkeitsentwicklung von Männern. Kommt sofort in die Linkliste:

MannKomm – Für Männer und Ihr Leben / Persönlichkeit,Entwicklung.


Peter Schellenbaum ist Autor von „Wir sehen uns im Andern“ und „Das Nein in der Liebe“. Eine kleine Leseempfehlung.

Die Idealisierung eines geliebten Menschen bezeichnet der Schweizer Psychotherapeut Peter Schellenbaum als eine positive Projektion. In ihr schlummern nicht nur Gefahren, sondern auch Chancen. Denn was am anderen so fantastisch ist, lebt auch in einem selbst. Peter Schellenbaum, der für einen Vortrag und eine „offene Gruppe“ nach Hamburg kommt, erklärt im Folgenden, wie Liebende mit Projektionen umgehen können

viaDie Projektion als Chance.


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