Mannwerdungsblog

Archive for the ‘Innerer Krieger’ Category


So lautet das Mantra der Selbstmitleidigen. Der Folgende Link beschreibt einige weitere Punkte, und es wird eine (meiner Meinung nacht etwas spezielle) Visualisierungstechnik vorgestellt, um das Selbstmitleid aufzulösen.

By definition, a person in self pity can not and will not accept responsibility for their own life. Someone else mustbe responsible. Or some errant part of me. This in itself leads to a host of problemstoo numerous to go into here.Also, pity separates you. It separates you from yourself,from other people, from your world, and from your power.Pity is an enemy of choice. Its hard to make choices whenyoure filled with pity. And when you do choose, those choices lack any kind of strength.

viaHow to Handle Self-Pity.

Alles ist eine Entscheidung, auch, ob ich mich in Selbstmitleid ergieße oder die Verantwortung für mich selbst annehme. Ich muss mich nicht in dem schlechten Gefühl suhlen, ich kann auch beschließen, dass ich ein Erwachsener Mann bin und mich auf meinen Einflussbereich konzentrieren: Was kann ich genau jetzt tun, um die Situation zu verändern?

Advertisements

Unlängst bin ich auf das Thema Commitment (eine gute deutsche Übersetzung für den Begriff kenne ich nicht) und auf diesen Text von Covey gestoßen:

Making commitments, keeping commitments, and repeating this cycle will increase trust and do it quickly. You need to do what you say you are going to do. However, this can also be a dangerous behavior if you over-compromise and do not deliver.

If you do this repeatedly, you may not have a second or third chance to regain the trust of your customers, prospects, colleagues, family members, or friends. And, you will lose all credibility and this can attract a lot of attention. Now, do not let this scare you… You can not be afraid to make commitments as this is not the nature of our crazy world today. Commitments are part of everyday life and business. Making commitments builds hope; keeping commitments builds trust.

[…]

When he makes a commitment, you can count on that and he will deliver. He is signaling his behavior and when he delivers on his commitments, the relationship develops and grows quickly. So, if you say you are going to do something, then DO IT! Keeping commitments is a great behavior to build trust and build it fast. Remember, this is not just about business… You can do this with your family members, friends, co-workers, networking groups, prospects, and customers. Making and keeping commitments is THE fastest way to build trust and when you do this over time, you will build a reputation of „wow… he/she does what he/she said she was going to do“ and guess what?

Ebenso mit diesem Text konnte ich etwas anfangen, denn er zeigt den Zusammenhang von Commitment und Verantwortungs-Fähigkeit (und damit auch der emotionalen Unabhängigkeit):

Remember: response-ability is the ability to choose our response to any circumstance or condition. When we are response-able, our commitment becomes more powerful than our moods or circumstances, and we keep the promises and resolutions we make. For example, if we put mind over mattress and arise early in the morning, we will earn our first victory of the day the daily private victory and gain a certain sense of self-mastery. We can then move on to more public victories. And as we deal well with each new challenge, we unleash within ourselves a fresh capacity to soar to new heights.

Männer mit emotional gestörtem Hintergrund (natürlich auch Frauen!) sind besonders anfällig dafür, sich bei Beziehungen, Verabredungen, Arbeitsverhältnissen, Planungen usw. immer ein Hintertürchen offenzuhalten. Das schadet aber mehr, als es kurzfristig hilft gegen die Angst vor dem Erdrücktwerden und den Freiheitsverlust bei der Entscheidung.

Was die Texte in meinen Augen zeigen, ist folgendes:

  1. Ein Commitment steht für eine Planung und sorgt damit für eine Richtung. Diese können wir jeweils frei wählen.
  2. Das Einhalten von Commitments führt dazu, dass wir unseren Einfluss auf die Welt selbst wahrnehmen und positiv bewerten können. Das ist eine Grundlage, sein Leben positiv zu verändern.
  3. Verbindliche Zusagen oder neudeutsch „Commitments“ schaffen Vertrauen und sind die Grundlage, um im wahrsten Sinne des Wortes „ver-antwort-lich“ zu sein: Es kommt etwas zurück auf das, was ich gesagt habe, ich halte mein Wort ein und bringe eine Tat zurück.

Auf Goethe soll dieses Zitat zurückgehen – die deutsche Variante habe ich nicht gefunden:

“At the moment of commitment the entire universe conspires to assist you.”


Frustrationstoleranz beschreibt, wie wir reagieren, wenn etwas nicht so läuft, wie wir das wünschen oder erwarten. Bei hoher Frustrationstoleranz halten wir Niederlagen, Probleme, das Ausbleiben von Bestätigung etc gut aus.

Bei niedriger Frustrationstoleranz regen wir uns total auf, wenn wir nicht bekommen, was wir von anderen erwarten. Oder von einer Situation. Und nicht zuletzt sind wir entmutigt oder fühlen uns unwert, weil eine bestimmte Bestätigung durch andere Personen uns nicht zeigt, dass wir doch ein bisschen toll sind.

Das Thema ist für die Mannwerdung deshalb wichtig, da wir uns verhalten wie kleine Jungs, wenn wir entweder aggressiv werden, weil wir z.B. von unserer Partnerin nicht das bekommen, was wir uns erwartet haben. Wenn sie sich etwa die ganze Zeit vermeintlich so abweisend verhält und wir selbst einen auf hart machen und erst recht nicht auf sie zugehen. Dabei war sie vielleicht nur mit sich selbst beschäftigt.

Oder aber wir suchen händeringend nach einer Möglichkeit, dass uns jemand bestätigt, dass man jemand halbwegs wichtiges/potentes/interessantes ist. Bekommen wir das nicht, ziehen wir uns entmutigt zurück, resignieren, werden traurig oder werfen die Flinte ins Korn.

Doris Wolf hat für den Palverlag einige gute Punkte gefunden, was weitere Folgen sein können. Dort finden sich sich auch einige Ursachen. Interessant ist aber vor allem die Gegenüberstellung von den Einstellungen, die jeweils zu hoher bzw niedriger Frustrationstoleranz führen. Hier meine Favoriten:

  • Ich akzeptiere, dass es für manche Ziele notwendig ist, negative Gefühle wie z.B. Enttäuschung oder Unsicherheit zu verspüren.
  • Ich möchte gerne, dass mir alles gelingt. Wenn mir nicht alles gelingt, ist es zwar schwer, dies zu akzeptieren, aber ich kann es akzeptieren. Und es lohnt sich, dies zu tun.

Auf der Seite findet sich auch noch ein kleiner Test dazu. Ich hatte immerhin 45 Punkte.


„Die vier Versprechen“ von Miguel Ruiz ist ein Buch, das ich schon vor einigen Jahren gelesen hatte. Nun bin ich wieder darauf gestoßen, und in einer Amazon-Rezension stand, was schon damals mein Eindruck war: Es reicht, die jeweiligen Sätze zu vergegenwärtigen. Außerdem finde ich „Agreements“ mit „Versprechen“ nicht korrekt übersetzt. Daher hier die um einen Punkt erweiterte Liste der nun 5 Übereinkünfte auf englisch:

The Five Agreements:

  1. BE IMPECCABLE WITH YOUR WORD Speak with integrity. Say only what you mean. Avoid using the word to speak against yourself or to gossip about others. Use the power of your word in the direction of truth and love.
  2. DON’T TAKE ANYTHING PERSONALLY Nothing others do is because of you. What others say and do is a projection of their own reality, their own dream. When you are immune to the opinions and actions of others, you won’t be the victim of needless suffering.
  3. DON’T MAKE ASSUMPTIONS Find the courage to ask questions and to express what you really want. Communicate with others as clearly as you can to avoid misunderstandings, sadness, and drama. With just this one agreement, you can completely transform your life.
  4. ALWAYS DO YOUR BEST Your best is going to change from moment to moment; it will be different when you are tired as opposed to well rested. Under any circumstance, simply do your best, and you will avoid self-judgment, self-abuse, and regret.
  5. BE SKEPTICAL, BUT LEARN TO LISTEN Don’t believe yourself or anybody else. Use the power of doubt to question everything you hear: Is it really the truth? Listen to the intent behind the words, and you will understand the real message.

Was bringt uns das auf dem Weg zu einem authentischeren Leben? Mit sich eine Übereinkunft zu treffen, diese fünf Punkte zu befolgen, kann helfen, die Maske abzusetzen, die man auf hat. Wer in der Kindheit als Muttersohn aufwuchs, der hat oft gelernt, sich selbst und die Wahrheit zu verleugnen und eigene Fehler unter den Tisch zu kehren, um zu gefallen. Das gilt auch für Bedürfnisse, die man verleugnet und irgendwann nicht mehr spürt. Die fünf Übereinkünfte mit sich selbst können das Verhaltensmuster auflösen helfen.


Ein Leser hat mich auf ein Buch hingewiesen, in dem Nägelkauen behandelt wird. Es handelt sich um das Buch „Der Psychocoach 2 – Heilen ohne Medikamente“ von Andreas Winter. Auch wenn ich von seinem jovialen Schreibstil nicht begeistert bin und ich den Eindruck habe, Winter will sich an vielen Stellen einfach gerne selbst auf die Schulter klopfen, weil er „mal eben im Treppenhaus“ bei Bekannten etwas analysieren könne: Das (sehr kurze) Kapitel gibt einiges wieder, in dem ich mich selbst finden kann und das ich im Kern für zutreffend halte.

Winter skizziert das Kauen als Strategie, sich als „unbewaffnet“ zu zeigen und keinen Grund zur Kritik zu geben, die am Ende in Harmoniesucht mündet. Spürt der Kauende, dass eine „bewertende Fremderwartung“ an ihn gerichtet werden könnte, fühlt sich der „Nägelkauer“ seelisch unter Druck. Winter bringt noch einige Beispiele und erklärt den Zusammenhang recht anschaulich.

Der These kann ich vorbehaltslos beipflichten, die Situationen spielen sich immer in diesem Schema ab.

Die Lösungsvorschläge kommen leider zu kurz: Der Beispiel-Kauer will mit der Unterdrückung seiner Aggressionen zeigen, dass er kultiviert, makellos und unangreifbar sei, damit er in der Drucksituation perfekt funktioniert und keine Provokation erzeugt.

Auch dem kann ich noch zustimmen, für mich ist das in entsprechenden Situationen sehr ähnlich.

Ob es allerdings wie beim Beispiel-Kauer als Lösung reicht, sich die Nägel zu feilen, um zu zeigen, dass man kultiviert ist und nicht ein Provokateur, bezweifle ich. Und auch, dass damit die Bedürfnisse im Moment des Kauens erfüllt wären – oder die meist völlig irrationale projizierte Angst bewältigt.

Hier frage ich nach einer besseren Strategie, um die Drucksituationen zu bewältigen ohne zu kauen. Die Lust am Kauen und die Beruhigung dadurch ist sehr groß. Trotz aller Bewusstwerdung ist in der Situation die Beruhigung und das Abreagieren ein wichtiger Faktor. Aufstehen und mit Händen in der Hosentasche einen Spaziergang machen geht dann nicht immer.

Habt Ihr Strategien oder fällt Euch etwas ein, wie diese Drucksituation bewältigt werden kann und das innere Kind beruhigt wird, ohne kauen zu müssen? Schreibt dazu gerne einen Kommentar! Vielleicht können wir so gemeinsam noch bessere Lösungen finden.


Peter Schellenbaum ist Autor von „Wir sehen uns im Andern“ und „Das Nein in der Liebe“. Eine kleine Leseempfehlung.

Die Idealisierung eines geliebten Menschen bezeichnet der Schweizer Psychotherapeut Peter Schellenbaum als eine positive Projektion. In ihr schlummern nicht nur Gefahren, sondern auch Chancen. Denn was am anderen so fantastisch ist, lebt auch in einem selbst. Peter Schellenbaum, der für einen Vortrag und eine „offene Gruppe“ nach Hamburg kommt, erklärt im Folgenden, wie Liebende mit Projektionen umgehen können

viaDie Projektion als Chance.


Eigene Entscheidungen treffen ist oft nicht leicht, für Muttersöhne meist noch schwieriger. Hier habe ich 5 Schritte gefunden, was man beachten kann:

Step 1 You get away from people who tend to make decisions for you, even if you don’t ask them to. These people usually mean well, but they will cripple you self-reliance.

Step 2 When other people tell you what to do, you don’t simply follow their command, but instead ask them why they believe that is the best decision and get their perspective. Then you use the information to judge things for yourself.

Step 3 You stop asking other people what to do every time you have a dilemma. You either don’t ask others anything and just decide on your own, or you ask them for information and feedback, instead of the actual decision.

Step 4 You learn to take risks. Each decision you make has a potential risk because it can not be the best one, and sometimes it can even be the worst one. What makes a mature person is the ability to accept this risk, decide and act despite of it.

Step 5 You start small and scale fast. At first, you pick decision which present low risks but which you usually tend to pass on to others, and you make them on your own. As you become comfortable with making these decisions, you gradually move on to more important ones.

via How to make your own decisions | Personal Development – UrbanMonk.Net.


Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 64 Followern an

Social Bookmarks

Share |

Kategorien

September 2018
M D M D F S S
« Jan    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Die Mannwerdung wurde

  • 226.160 mal besucht.
Advertisements