Mannwerdungsblog

Als Vater seinen Sohn mitprägen

Posted on: 2. September 2013

Aktuell im Spiegel, wenn auch mehr zum Thema „Vernachlässigung“ durch „Rabenväter“: Offenbar kommt nun langsam auch mal in der Breiten Masse an, dass die Vater-Sohn-Beziehung dem Kind schadet.

Folgen für den Sohn (interessanterweise nicht für Töchter) sind:

  • Aggressives Verhalten
  • Schlechterer Zugang zur geschlechtlichen Identität
  • Weniger Eigenständigkeit

Dabei ist wohl vor allem auffällig, dass hauptsächlich die Länge der Arbeitszeit ausschlaggebend war, ob Söhne verhaltensauffällig wurden.

Als Ursachen werden folgende Punkte erwogen:

  • typische Vater-Sohn-Spiele fehlen, in denen das Kind seine Energie herauslassen und Aggressionen abbaut
  • Väter spielen in ihren wenigen Momenten mit den Söhnen vor allem solche stereotypen Spiele. These: Dadurch werde generell aggressives Verhalten bei Kindern verstärkt.
  • Männer mit vereinnahmenden Jobs tendierten außerdem zu strenger Erziehung, was ebenfalls Verhaltensprobleme beim Kind fördern könnte
  • Hochaktive Söhne sind für Mütter eine große Herausforderung, erst recht wenn der Vater kaum anwesend ist. Das führe zu Spannungen zwischen Mutter und Kind und folglich zu Auffälligkeiten beim Sohn.

Gerade der letzte Punkt erscheint mir einleuchtend. Meine These ist, dass es sich nicht unbedingt um Spannungen handeln muss. Ich könnte mir auch vorstellen, dass nur die Söhne, die Konflikte mit der Mutter haben, aggressiv und verhaltensauffällig werden. Söhne, die eine enge Bindung zur Mutter eingehen und eine Distanz zum strengen Vater entwickeln, werden zwar nicht aggressiv, aber möglicherweise zu wenig eigenständigen und potentiell depressiven Muttersöhnen. Das ist sozial offenbar mehr erwünscht als die Aggression, daher wird diese Folge nicht gravierend genug für eine großangelegte Studie gesehen.

Offenbar soll die Studie weitergeführt werden, möglicherweise werden die Ergebnisse einen Zusammenhang zur Muttersohn-Problematik aufzeigen.

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2 Antworten to "Als Vater seinen Sohn mitprägen"

Buchempfehlung: Bianka Reichardt ”Jungs sind klasse – wenn man sie versteht. Männer auch!”
und falls Interesse, Auszüge daraus in meinem blog: http://lyrikundgedanken.wordpress.com/2013/11/08/das-dilemma-der-jungen/

Hi Morgenrot! Danke für deinen Hinweis, dein Artikel ist interessant. Mir ist das noch nie so bewusst geworden, dass man als Junge in der Abgrenzung zur Mutter durch einen schmerzhaften Prozess geht. Eine interessante Erkenntnis!

Schreib mir, was du dazu denkst! Hast Du das bei Dir oder jemand anderem auch beobachtet?

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