Mannwerdungsblog

Emotionale Abhängigkeit erkennen und überwinden

Posted on: 8. August 2012

Covey schreibt hierzu:

Wenn es uns an Sicherheit und Selbstachtung fehlt, geraten wir in emotionale Abhängigkeit.

Hierin ist eine wichtige Erkenntnis enthalten: Ich muss mich selbst achten, um unabhängig zu sein. Doch warum bin ich davon so abhängig, dass andere mich mögen?

Nach Narzissmus.net entsteht emotionale Abhängigkeit in Beziehungen im ersten Schritt durch die Verwechslung von Verantwortung und Schuld, dabei hat auch der „Stärkere“ des Konflikts ein Selbstwert-Problem:

Der Narzisst verwechselt oft Verantwortung und Schuld: Die Konzepte dieser beiden Begriffe sind so ähnlich, dass er die Unterscheidungen nur verschwommen erkennt.

Er attributiert verantwortungsvollen Positionen mit “Schuld”. Deswegen tendiert der Narzisst dazu, das Leben mit einem Gerichtssaal zu verwechseln. Eigentlich empfindet er den Gerichtssaal selber als Bestrafung und wenn das Leben ein Gerichtssaal ist und dieser wiederum Schuld und Strafe bedeutet, dann ist das ganze Leben eine Frage nach ewiger Bestrafung. Und deshalb hat er den Drang, auf der Hut zu sein: ein Fehler und er ist schuldig.

Versagen zum Beispiel, indiziert beim Narzissten “Schuld”.

Und der Narzisst bezeichnet gerne die Anstrengungen des anderen als Versagen oder Schuld ( die von ihm gerne mit Verantwortung verwechselt wird.)

Deswegen schiebt der Narzisst gerne die Verantwortung zum Gegenüber, so dass er selber nicht bestraft werden kann.

Dadurch maximiert sich natürlich das Potential des anderen zu versagen oder schuldig zu sein, erheblich.

Diese Logik verläuft in zwei Stufen:

Erst wird alle zusätzliche Verantwortung an den Partner abgegeben, denn Verantwortung ist aus der Sicht des Narzissten dazu bestimmt, Versagen herbeizuführen und dies bedeutet: Schuld.

Die ganze Verantwortung und Schuld wiederum, das ganze Versagen verursacht beim Opfer Schuldgefühle und Minderwertigkeitsgefühle und führt zu der “unterbewussten Bereitschaft zur Selbstbestrafung”.

Zweitens: Immer mehr Verantwortlichkeiten werden auf den Partner abgewälzt so dass mit der Zeit eine totale Asymmetrie bezüglich der Verantwortung und Schuld entsteht.

Mit immer weniger Pflichten und Verantwortlichkeiten belastet, kann der Narzisst weniger versagen und schuldig sein.

Es bewahrt den Narzissten davor, seine eigene fehlerlose Grossartigkeit in Frage zu stellen und legalisiert gleichzeitig die sadistischen Handungen, um den schuldigen Partner zu bestrafen.

Grundlage, um in einer Partnerschaft hier herauszukommen, sind u.a. folgende Erkenntnisse:

Der 2. Schritt: Du bist nicht verantwortlich für ihre Gefühle, schon gar nicht schuld daran, wie sie sich fühlt. Du kannst durch deine Worte oder Handlungen Auslöser für bestimmte Gefühle sein oder ihr bestimmte „Knöpfe drücken“, aber mit derselben Sache kannst du bei zwei Menschen ganz verschiedene Gefühle auslösen. Jeder ist für seine eigenen Gefühle selbst verantwortlich, auch wenn wir gerne in Projektionen leben. Mach dir das deutlich.

Der 3. Schritt: Du kannst deine Partnerin nicht retten Sie muss ihre Lebensthemen selbst lösen und ihr Leben selbst meistern. Du bist definitiv nicht derjenige, der ihr helfen kann ihr Leben besser in den Griff zu bekommen, alte Verletzungen zu heilen oder insgesamt glücklicher zu werden. In der ersten Verliebtheitsphase werden solche romantischen Dinge versprochen wie: „Ich mache dich glücklich.“ Oder „Mit mir wirst du erleben, dass du dich auf einen Mann verlassen kannst“ oder anderes. Lass es einfach sein. Zeig ihr deine Gefühle, aber versprich nicht schon wieder wie damals bei Mama Dinge, die deine Macht übersteigen und die sich gegen dich wenden werden. Ihre Freundinnen oder ihre Therapeutin ist da mit Sicherheit die bessere Adresse als du es bist.

Durch diese Punkte lullt man sich als Betroffener selbst ein und vergisst den Kontakt zu sich selbst und möchte nur noch die Beziehung kitten. Als ewiger Ja-Sager verliert man weiter Kontur.

Wege aus dem Dilemma

In den 4 Quellen innerer Stärke geht es darum, ein Gewissen zu entwickeln, das auf Prinzipien beruht. Und so Orientierung bzw Richtung für unser Leben zu aufzubauen. Die Skala der Orientierung hat 3 Stufen:

  • Emotionale Abhängigkeit und Suchverhalten; das Leben ist auf Eigennutz und Vergnügen ausgerichtet
  • Ausbildung eines sozialen Gewissens und Konzentration auf Beziehungen
  • Ein Gewissen, das in Übereinstimmung mit den richtigen Prinzipien steht

Fragen, die zu einer Lösung führen können, sind dann folgende:

  • Handle und entscheide ich gerade aufgrund von Gefühlen und Umständen, die aus meiner Umgebung kommen?
  • Reagiere ich nur? Was kann ich selbst tun, um die Situation zu verändern?
  • Wie würde ich mich in einer Beziehung verhalten, die mir gut tut? Womit würde ich mich in einer solchen Situation beschäftigen? Wie würde ich dann handeln? Wie von mir und wie von meiner Partnerin denken?

 

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