Mannwerdungsblog

Was tun gegen die eigenen Abwehrmechanismen?

Posted on: 3. Mai 2012

Gute Hilfestellungen bei Stressymptomen wie „psychologischem Nebel“ etc gibt die Seite Prozessbegleitung. Dort werden u.a. folgende Symptome behandelt und gute Lösungsvorschläge gegeben:

Die Persönlichkeitsstruktur
Es mag seltsam anmuten, dass die Behinderungen der Wahrnehmung des Seins durch die Persönlichkeitsstruktur an erste Stelle behandelt werden. Doch sie treten früh auf und sind am leichtesten abzubauen. Die Persönlichkeitsstruktur als solche ist eine Behinderung. Vielleicht die umfassendste. In unserer kulturellen Normalität ist dies die Weise des Seins, sie wird für das Sein gehalten. „Ich bin so und so, das bin ich eben“. Und es ist das gleiche Bewusstsein, welches das Sein vergangenheitsorientiert durch die Erfahrungen und Prägungen der Persönlichkeit hindurch wahrnimmt. Doch das ist das Fahren auf der Autobahn mit alleiniger Sicht durch den Rückspiegel. Was Du wirklich bist, welche Möglichkeiten Dir offen stehen, ob Du so handeln musst, wie Du meinst zu müssen, oder ob Du überhaupt handeln musst, dies entscheidet sich erst im Sein.

Woran merkst Du, dass Du bei der Behinderung bist?
Du denkst, Du fühlst, Du planst, Du willst, Du musst, es treibt Dich, Du orientierst Dich an der Vergangenheit, an der Zukunft. Du bist nicht im Hier und Jetzt. Deine Wahrnehmung ist dual. Stets taucht auf „ich … Objekt“ oder „wir … Objekt“. Deine gesamte Normalität ist die Behinderung im Sein zu sein.

Was tun?
Einen Erkundungsprozess durchführen. Dich fragen, was Du „eigentlich“ willst. Wie es Dir „wirklich“ geht.

Psychologische Abwehrmechanismen

Es gibt mehrere psychologische Mechanismen, mit denen wir innerhalb der Persönlichkeitstruktur versuchen, etwas nicht wahrzunehmen, was wir fürchten, ablehnen oder wovon wir meinen, es nicht ertragen zu können. Bei unerträglichen Wahrnehmungen und Erinnerung werden die Abwehrmechanismen auch kombiniert. Und sie wirken weitgehend unbewusst. Diese Mechanismen wehren die Wahrnehmung jedoch nicht ohne Grund ab. Sie sind nützliche Helfer und schützen die Persönlichkeitsstruktur.
Da sie jedoch die Wahrnehmung dessen, was ist – also das Sein – abwehren, wehren sie auch jeden Zugang zum Sein ab. Da das Sein ein viel umfassender Zustand als die Persönlichkeit ist, brauchen wir im Sein die Abwehrmechanismen nicht mehr. Doch das wissen wir nicht, solange wir mit dem Zustand der Persönlichkeit identifiziert sind.. Daher müssen wir uns im Erkundungsprozess und auch sonst mit den Abwehrmechanismen beschäftigen.

Abwehrmechanismus: Verdrängen das Aussperren einer Angst machenden Vorstellung und des damit verbundenen Gefühls aus dem Bewusstsein, ggf. auch aus der Erinnerung Beispiel Du denkst nicht mehr daran, dass Du diese … Kompetenz für Dein Problem einsetzen könntest. Du vergisst … Was tun? Nach dem Gefühl suchen und die Botschaft aus dem Gefühl nutzen.

Abwehrmechanismus: Isolieren Angemessene Gefühle von den zugehörigen Ideen und Gedanken isolieren. Beispiel Du nimmst irgendwie neutral wahr, wie es Dir schlecht geht. Was tun? Bei mangelhaft ausgeprägten Gefühl für eine bedrohliche Botschaft nach dem Gefühl „fragen“

Abwehrmechanismus: Reaktionen bilden Der Ersatz eines unerwünschten Impulses durch eine extrem entgegengesetzte Verhaltensweise Beispiel Du sagst „ist nicht so schlimm“, während Du eigentlich „Scheiße“ sagen müsstest. Was tun? Ausdrücken dessen, was ist.

Abwehrmechanismus: Verschieben Es besteht ein unakzeptabler Wunsch mit zugehörigem Objekt. Der Wunsch wird an einem weniger gefährlichen Objekt erfüllt.
Beispiel Du lenkst Deine Wut auf die Eltern auf Dich. Was tun? Frage Dich, was Du wirklich willst.

Abwehrmechanismus: Projizieren Eigene gefürchtete oder nicht anerkannte Eigenschaften anderen zuschreiben. Beispiel Du siehst das Versagen bei anderen. Was tun? Starke Gefühlsreaktionen auf Projektionen hin untersuchen. Projektionen anerkennen und zurücknehmen.

Abwehrmechanismus: Verleugnen Etwas Angst machendes nicht wahrnehmen. Beispiel Ich breche mein Wort nicht. Was tun? Die Angst wahrnehmen und die Botschaft aus der Angst nutzen. Hier: Ich habe Angst, wortbrüchig zu werden und meine Selbstachtung zu verlieren.

Abwehrmechanismus: Rationalisieren Beschwichtigen der nicht anerkannten Motive durch scheinbar rationale Begründungen. Beispiel Ich hatte zuviel zu tun, um die Übungen durchzuführen. Was tun? Motive anerkennen – und in den Konflikt gehen.

Abwehrmechanismus: Charakterpanzer Haltungen und Charakterzüge werden durch Muskelversteifung im Körper konserviert. Beispiel Ich stehe immer unter Spannung oder ich bin total verspannt. Was tun? Verfestigungen wahrnehmen, Haltungen erkunden, Werte ändern.

Abwehrmechanismus: Körperliche Empfindungen Psychologische Abwehrmechanismen können auch als körperliche Empfindungen auftreten. Diese treten dann in unmittelbaren Zusammenhang mit psychischen Prozessen auf und sind nicht vorher vorhanden. In diesem Fall ist aber abzuklären, ob es nicht körperliche Ursachen dafür gibt. Wenn diese möglich sind, dann ist die körperliche Ursache maßgebend. Beispiel Plötzliche Kopfschmerzen, unklar werden (psychologischer Nebel), plötzlicher Druck im Kopf oder woanders, plötzlich auftretende Schmerzen oder andere Körpersymptome wie jucken o.ä. Was tun? Empfindungen wahrnehmen und mit der Aufmerksamkeit bei ihnen bleiben bis sie sich verändern.

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