Mannwerdungsblog

Meditation über den Umgang mit Ärger, Schuld und Angst

Posted on: 13. April 2012

Vom Buddhismus lässt sich hier etwas über den Umgang mit Ärger lernen. Anwendbar sowohl für eigenen Ärger als auch den Ärger eines anderen Menschen.

  1. Sitzt entspannt mit einem geraden Rücken, atmet einige Male ruhig ein und aus und beginnt mit der Bauchatmung.
  2. Legt die Motivation für diese Sitzung fest, bspw.:
    Mögen alle Wesen gleichmütig sein, frei von Anhaftung, Ärger und Urteilen.
    Mögen alle Wesen glücklich sein und die Ursache für zukünftiges Glück besitzen.
    Mögen alle Wesen frei von Leid und der Ursache von Leid sein.
    Mögen sie niemals vom letztendlichen Glück getrennt sein, und mögen sie frei von Leid sein
    .“
  3. Konzentriert Euch auf Eure Nasenspitze und fühlt den hineinströmenden und hinausströmenden Atem. Zählt ein Ausatmen mit 1, und zählt von 1 bis 10. Wenn Ihr bei 10 angekommen seid, beginnt einfach erneut bei 1. Konzentriert Euch einzig und allein auf Eure Nasenspitze und das Zählen. Tut dies für einige Minuten.
  4. Entspannt Euch und lasst die Konzentration auf die Nasenspitze und das Zählen einfach los.
  5. Versucht, Euch so gut es geht an die Situation zu erinnern und das dazugehörige Gefühl hervorzubringen.
  6. Wie fühle ich mich? Wie fühlt sich mein Körper an? Atmet und entspannt Euch und lasst so den Raum entstehen.
  7. Wo fühle ich die Emotion, wo kommt sie her und wo geht sie hin?
  8. Bin ich vielleicht zu sehr in meinem Gedanken verhaftet und komme gar nicht mehr heraus?
  9. Wie fühlt sich die andere Person? Möchte die andere Person nicht einfach nur glücklich sein, so wie ich es auch möchte?
  10. Hilft eine emotionale Reaktion?
  11. Ist es gerecht, alles der anderen Person vorzuwerfen?
  12. Wie hätte ich reagiert, wenn ich in der Situation der anderen Person gewesen wäre?
  13. Denkt über die Ironie nach, die es in sich birgt, ärgerlich darüber zu sein, dass man ärger empfindet, sich schuldig zu fühlen, weil man sich schuldig fühlt, Angst zu haben, weil man Angst fühlt.
  14. Habe ich häufig diese Emotion? Alte emotionale Muster zu bemerken ist der erste Schritt zur Veränderung.
  15. Lernt die verwirrende und vielleicht auch negative Emotion zu akzeptieren und befreundet Euch mit ihr: Lächelt zu Euch selbst und gebt zu: „Oh, Ärger! Oh, Furcht! Ja, Schuld…“.
  16. Übt Euch darin, Eure emotionalen Antworten zu verändern:
    In dem Ihr Ärger begegnet, praktiziert Mitgefühl, Geduld, und Selbstvertrauen.
    In dem Ihr Anhaftung begegnet, schaut auf die Nachteile und die Vergänglichkeit dessen, an das Ihr anhaftet.
    In dem Ihr Unsicherheit begegnet, vergebt Euch selbst, dass Ihr Menschen seid.
    In dem Ihr Furcht begegnet, übt Euch in Entspannung und darin, mental alles wegzugeben, was sich eignet.
    In dem Ihr Gram begegnet, praktiziert Dankbarkeit für alles, was Ihr habt.
    In dem Ihr Eifersucht begegnet, praktiziert, Euch an dem Glück Anderer zu erfreuen.
    In dem Ihr Stolz begegnet, praktiziert Bescheidenheit, Gleichmut und wirkliches Selbstvertrauen.
    In dem Euch Schuld begegnet, handelt, anstatt Euch schuldig und unfähig zu fühlen.
    In dem Ihr anderer Wesen Schmerz begegnet, nehmt all Euren Mut zusammen und lasst ihn wirklich Euer Herz öffnen und befreit Eure eigene Hilflosigkeit und Frustration.
    In dem Ihr anderer Wesen Grausamkeit und Unverschämtheiten begegnet, erinnert Euch daran, dass sie nur deshalb so handeln, weil sie selbst leiden.
    In dem ich einer negativen Emotion bei mir oder Anderen begegne, habe ich die Möglichkeit, sie zu verändern.
  17. Schaut Euch Eure Meditationssitzung bis hier hin an und versucht, ein kurzes Fazit zu ziehen.
  18. Konzentriert Euch nun sehr stark auf das Fazit, ohne darüber nachzudenken. Konzentriert Euch ausschließlich auf Eure Gefühle.
  19. Entspannt Euch dann und widmet die positive Energie dieser Sitzung in der folgenden Weise:
    Mögen alle fühlenden Wesen durch die positive Energie dieser Meditationssitzung gleichmütig sein,
    frei von Anhaftung, Ärger und Urteilen.
    Mögen alle Wesen glücklich sein und die Ursache für zukünftiges Glück besitzen.
    Mögen alle Wesen frei von Leid und der Ursache von Leid sein.
    Mögen sie niemals vom letztendlichen Glück getrennt sein, und mögen sie frei von Leid sein.
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