Mannwerdungsblog

Kauen ist Selbstbeschneidung

Posted on: 28. März 2012

Der Focus schreibt – zu sehr eingegrenzt auf Kinder – wie der Zusammenhang von Kauen und Psyche zu verstehen sein kann. Hier wird erklärt:

Aufgrund eines inneren oder äußeren Konflikts empfindet der Betroffene Handlungsbedarf, kann die an sich nötige Handlung aber momentan nicht ausführen – zum Beispiel aus Angst.

Dieser Satz hat mich angesprochen: Es gibt für Nägelkauende einen Antrieb zu Handeln, aber es spricht eine innere Instanz dagegen. Zum Beispiel Angst vor Versagen, vor Zurückweisung, vor Verlust. Oder auch Unlust, aber die Angst vor Konsequenzen. Es ist anzunehmen, dass dies mit Regeln der Eltern zu tun hat, die Betroffene in der Kindheit erlernt haben. Nicht umsonst zieht sich diese kindliche Handlung noch bis ins Erwachsenenalter. Sie ist eine Erinnerung daran, dass es noch immer altruistische Ängste gibt, die vor Verlust und Überforderung warnen.

Man nimmt sich die Krallen. Damit nimmt man sich die Möglichkeit, sich zu wehren, also mithin so zu handeln, dass man sich schützt. So bleibt man offen für den emotionalen Missbrauch, den man benötigt, weil das innere Kind noch glaubt, dass es den Verlust der Mutter/des Vaters nicht überleben würde.

Ich habe hier eine Umfrage erstellt, ich würde mich freuen, wenn Du hierzu beitragen möchtest. Entweder mit deiner persönlichen Erfahrung, der deines Partners oder anderen Person, die dir dazu einfällt.

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5 Antworten to "Kauen ist Selbstbeschneidung"

Ich möchte allen das Buch „Heilen ohne Medikamente“ von Andreas Winter empfehlen, aus seiner Buchreihe „Der Psychocoach“. In diesem Buch gibt es das Kapitel; Nägelkauen – Waffen vernichten.
Der obere Kommentar bestätigt mir das gelesene.
Ich 35j. und ex Extremkauer seit beginn der Schulzeit, konnte durch Erkenntnisse der Ursache mein Verhalten ändern und beisse heute selten noch. Das Buch war mein Coach und half mir dabei das Nägelkauen und auch Rauchen…(selber Autor, anderes Buch) einfach zu lassen.
Ich wünsche allen gutes Gelingen!

Hallo!

Danke für deinen Kommentar und den Tipp! Ich werde mir das entsprechende Kapitel durchlesen und hier darüber schreiben.

Ich mache gerade ein ganz seltsame Erfahrung. Ich habe Fingernägel gekaut, bis ich 46 war. Und ich habe keine Erinnerung mehr daran, wann das angefangen hat, aber es muss schon als Kind gewesen sein, und das ich auch ein Muttersohn bin (bis vor kurzem war?), dass ist unbestreitbar.
Meine Mutter ist aber bereits 2001 verstorben. Danach ist etwas in mir zerbrochen, und ich war nicht mehr der Selbe, der ich vorher war. Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, dass habe ich jetzt erlebt. Aus bunt, lebensfroh und mutig wurde schlagartig tot, schwarz und unsicher, so als wäre ein Teil von mir abgestorben, ein Teil von mir mit ihr gestorben. Der Zusammenhang ist mir erst viele Jahre später bewusst geworden, wodurch sich aber noch nichts geändert hat.
Doch dann, vor einem Jahr und 10 Jahre später ist etwas sehr seltsames passiert. Ich habe eine eigenartige, für mich immer noch rätselhafte, sehr junge, sehr süsse Frau kennengelernt (21), und mich auch sofort in sie verliebt. Noch am gleichen Tag, an dem sie in das Haus eingezogen ist, in dem ich auch wohne. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Und plötzlich habe ich nicht nur mein inneres Kind entdeckt (wiederentdeckt?), auch meine ganze Lebensfreude kam urplötzlich und vollständig zurück. Mit Singen und Tanzen, Musik und Sport habe ich wieder angefangen, so als hätte es die 10 Jahre dazwischen nie gegeben, und mit Meditation und Yoga angefangen. Ich habe sogar aufgehört, Fingernägel zu kauen, dass zweite mal im Leben, ganz von selbst, ohne mein dazutun. Das erste mal, da noch zu Lebzeiten meiner Mutter, da hielt das nur für 2 Wochen, bis ich aus dem Urlaub mit meiner damaligen Freundin wieder zurück war. Durch diese junge Frau aber habe ich mich zudem auch noch zum aller ersten mal im Leben in meiner Wohnung daheim gefühlt, allein durch ihre Nähe und Anwesenheit im gleiche Haus, habe ich erstmalig ein Gefühl für das Wort „Heimat“ erlebt, für den Begriff „zu Hause sein“, „Hier bin ich, dass ist mein Zuhause“. Und obwohl sich zwischen ihr und mir nicht das ergeben hat, was ich mir erhofft und erträumt habe, ganz im Gegenteil, sie ist sogar 6 Monate später wieder aus- und weggezogen, und hat sich seit dem auch nie wieder gemeldet, habe ich meine Fingernägel und meine Lebensfreude beibehalten, bis auf einen kurzen und bisher einmaligen Rückfall vor ein paar Wochen.
Es kommt mir so vor, als hätte ich durch meine fast bedingungslose, schon an Selbstaufgabe grenzende, sehr intensive aber trotzdem unglücklichen Liebe zu diesem Mädchen alles oder zumindest einen Teil davon aufarbeiten müssen, was ich mit meiner Muttersohn Beziehung aufzuarbeiten hatte, oder immer noch habe. Unter anderem auch dank dieser Webseite, für die ich sehr dankbar bin. Aber meine Reise (zurück?) zu mir selbst, so scheint mir, ist noch lange nicht vorbei, denn Sehnsucht habe ich immer noch, hin und wieder, nach diesem seltsamen Engel, der mir fast genau vor einem Jahr erschienen ist.

Hallo Aca,

danke für deinen persönlichen Kommentar und Glückwunsch zu deiner Entwicklung!
Bitte erlaube mir folgenden Kommentar: Ich maße mir nach dem Beschriebenen an zu glauben, dass du da irgendeiner Projektion erlegen bist. Als mindestens doppelt so alter Mann von einer jungen Frau von einem „Engel“ und von „Liebe“ zu sprechen (obwohl sie offenbar sehr deutlich abweisend war), weist für mich eindeutig darauf hin. Eine Liebe erfordert nach meinem Verständnis, dass sie gegenseitig erfolgt, dass es eine körperliche Nähe gibt etc. Das erinnert mich an das Motiv des „verliebten Greises“ bzw dem „senex amans“. Hier schon einmal ein Link; ich möchte in den kommenden Tagen noch mehr zu der Thematik posten:
http://www.wilhelm-griesinger-institut.de/veroeffentlichungen/derewiginfantilemann.html
Das Gute ist in jedem Fall, dass durch das Erlebnis die Reise zu dir zurück begonnen hat – viel Freude dabei!

Das ganze ist leider noch viel verrückter, als sich das Psychologen wohl vorstellen können. Denn wenn sie mir gegenüber ehrlich war, dann ist sie das exakte weibliche Spiegelbild von mir, eine Puella Aeterna, die bei ihrem Vater aufgewachsen ist, seit dem sie 5 war. Hier geht es um mehr als Projektion, und einige der Dinge, die mir mit ihr passiert sind waren in meinen Augen eindeutig paranormal, und das sage ich als Wissenschaftler, Akademiker und Ingenieur.
All das, was auf der Webseite steht, auf die du mich hingewiesen hast, kann ich bestätigen, und hatte ich bereits durch selbständige Analyse und Recherche über sie und über mich selbst im letzten Jahr herausgefunden. Nur dadurch habe ich mich überhaupt erst selbst erkannt, auf der Suche nach Erklärungen für ihr absolut ungewöhnliches Wesen, und unsere sehr seltsame Beziehung. Der ganze Entwicklungsprozess unserer Begegnung und der meiner persönlichen Erkenntnisentwicklung lässt sich im Grunde an den über 300 e-mails nachvollziehen, die ich ihr im Lauf des letzten Jahres gesendet habe. Es ist eben nicht einfach nur senex falls in love with pretty young girl, denn pretty young girls gibt es wie Sand am Meer. Das hier war definitiv anders, und ich nehme es fast mit jedem Psychologen oder Psychiater auf, nach 20 Jahren Auseinandersetzung mit Psychologie, mir das zu erklären. Vor allem die Jungschen Aspekte von Synchronizität, die ich auch mit ihr hatte und dazu noch in einer aussergewöhnlichen Häufigkeit erlebt habe. Denn Ausdruck „Engel“ verwende ich daher für sie nicht etwa wie ein etwas tollpatschiger, verliebter, alter Greis, sondern aus einem
anderen Grund. Aber ich werde schon noch dahinter kommen, was es ist, denn es befindet sich alles in Entwicklung, auch diese Webseite.

Schreib mir, was du dazu denkst! Hast Du das bei Dir oder jemand anderem auch beobachtet?

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