Mannwerdungsblog

„Machos suchen fast immer eine Mutter“ – Einsichten über Ejaculatio Praecox

Posted on: 30. März 2010

Schöner Beitrag bei der Ethikpost: „Machos suchen fast immer eine Mutter. – Wenn Sex so natürlich ist, warum gibt es dann so viele Ratgeber?“. Als Mannwerdungsbeauftragter haben mich besonders folgende Passagen angesprochen:

Es gibt (genug) Männer, die in Gegenwart eines anderen Mannes die eigene Frau vollkommen links liegen lassen. Frau wehrt sich vielleicht dann, wenn es ihr auffällt. Aber ob sie auf diese Weise das Vaterproblem des Gatten löst, ist fraglich. Jedenfalls, wenn sie den Kampf aller Frauenrechtlerinnen kämpft, wird sie gegen Windmühlenflügel kämpfen. Vor allem, wenn der Vater den Sohn aus dem Jenseits an der Strippe hält.
Vielleicht schaut sie sich dann nach einem Mann um, einen, um im Eisenhans-Jargon zu sprechen „wilden Mann“. Wer wollte es ihr verübeln bzw.: Wer wollte ihr nicht sogar dazu raten?

Das Machos eigentlich auch nur brave Söhne sind, zeigt sich in folgender Passage, die auch viel mit dem gefürchteten zu-früh-kommen zu tun hat. Ejaculation Praecox ist eine Folge davon, dass der Mann spürt, dass er ja eigentlich nur für die Frau da ist.

So glaube ich entsprechend, dass bei jenem Zitat der australischen Schriftstellerin Germaine Greer –
Der Liebesakt ist für den Mann nicht mehr als Masturbation in der Vagina der Frau –
weniger der Mann das Problem ist, sondern Frau Frau ein Problem ist. In diesem Fall lässt nicht der Vater den Sohn, sondern die Mutter die Tochter grüßen. Was hat sie der Tochter mitgegeben, dass diese sich so entfremdet und missbraucht fühlt?
Dieses Gefühl beim Liebesakt ist ja nur das Ende einer langen Qual.

Viele brave Söhne tun genau das, nur umgekehrt: Sie sorgen dafür, dass die Frau es gut besorgt bekommt. Hier befriedigt also die Frau sich am Mann. Das Fatale ist, dass die braven Männer sich nicht wehren und auch noch glauben, dass sie sich gerade besonders männlich verhalten. Aber das Unterbewusste weiß es und lasst den Penis lieber zu früh kommen.

Klar ist die Frau oft die Unterprivilegierte gewesen, aber vielleicht bringt es weit mehr, die Angelegenheit weniger als eine geschlechterspezifische zu sehen, denn als eine allgemein menschliche: Manche Menschen brauchen das Opfer, den Schwachen, und manche Menschen wollen das Opfer, der Schwache sein. Und so finden sie sich denn auch, oft als Mann und Frau.
Wobei der Mann die Frau unterdrückt?
Fragt sich, wer Interesse an diesem Märchen hat.
Der italienische Supermacho, der auf den Straßen der Stadt als Gigolo persönlich auftritt und das Gefühl hat, alle Frauen zu betören, zieht auf der Stelle, wenn er sein Haus betritt, fast noch auf der Schwelle, die Hosen aus; die trägt bei Machos in Wirklichkeit fast immer die Frau.

Wer als Junge gewohnt war, der Mutter gegenüber der Schwache zu sein: Wen wundert es, wenn er es auch in der Sexualität bleibt?

Bleiben abschließend noch die Worte aus der Ethikpost:

In Bezug auf Machos ist es doch so: Fast alle suchen in der Frau ihre Mutter. Wenn sie sie gefunden haben und der erste Bambino aus den Windeln kräht, wundern sich die Machos, warum sie auf einmal für die Mutter ihrer Kinder so uninteressant werden. Das liegt daran, weil die Mutter bekommen hat, was sie wollte. Was soll sie dann auch noch mit dem Kind Mann?
Ohnehin schläft auf Dauer der nicht gern mit der Mutter und die Mutter nicht gern mit dem Sohn.

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