Verfasst von: mannwerdung Am: 6. Mai 2010
Im Rahmen der “No Women Diet” hat AMP einen Mitschnitt einer Telekonferenz als MP3 veröffentlicht. Es geht um die Fragen, die während einer Frauen-Auszeit auftreten können. Folgende Überlegungen sind für mich revolutionär (Habe ich direkt beim Hören übersetzt, daher das holprige Deutsch):
Wir suchen Bestätigung nicht nur von Frauen. Das Schwierige an der Diät/Auszeit von der Frauen-Bestätigung ist es, die internalisierte Scham loszuwerden.
Wichtig ist, die Needyness nicht “töten” zu wollen, denn das macht die emotionale Bedürftigkeit nur größer. Man soll lieber eine Beziehung mit der Needyness eingehen und sie in sich integrieren, also im richtigen Moment nutzen.
Man versucht, zu beeindrucken. Frauen, Arbeitskollegen, Eltern, Freunde, Feinde.
Die Auszeit bedeutet nicht, Frauen zu ignorieren, sondern seine Konzentration ganz auf sich selbst zu richten. Man hört auf, die Umgebung nach attraktiven Frauen abzuscannen, nicht zu Flirten, nicht zu suchen.
Man wird zu rational, versucht ständig zu beeindrucken. Mit der Auszeit lernt man, nicht so auf die Reaktion der Umgebung fixiert zu sein. Die Wahrnehmung sollte mehr darauf liegen, das Leben zu genießen.
Frauen treffen lenkt ab vom Innersten
Wozu versucht man, sich in der Auszeit mit Frauen oder platonischen Freundinnen zu treffen? Hier wird unterschieden zwischen Kuschelparties und Kuscheln als Vorspiel. Die Kuschelparties dienen nur dazu, sich menschliche Wärme zu geben. Im Gegensatz dazu sollte man in der Auszeit darauf achten, ob man sich nur treffen will, um mit dem Kuscheln etwas zu erreichen, und sei es Bestätigung. Trifft man sich also aus verhohlenen erotisch-romantischen Motiven oder um wirklich mit jemandem eine Verbindung aufzubauen?
Drei Optionen gibt es:
Der Punkt ist: man weiß exakt, wann man beginnt, etwas zu unternehmen. Das geht so weit, dass man theoretisch die Frau auch fingern könnte, aber nicht um eine Rolle in ihrem Leben zu übernehmen, sondern wie bei einer medizinischen Massage ein bestimmtes Körpergefühl zu erzielen, das ganz allein ihr gehört.
Bei Needyness lässt man durchscheinen: “So wie ich bin, bin ich nicht genug!” Man fühlt sich wie ein Computerabhängiger, nur dass man süchtig ich nach Augenkontakt. Die Auszeit lässt einen das anschauen, was man bei sich selbst nicht anschauen will. Ich lenke mich selbst nicht mehr ab, sondern ich weiß, dass ich durch einigen Scheiß gegangen bin, ich tue nicht, als wäre ich ein Partyhost. Darum kann ich jetzt darüber lächeln: “Oh, das war ja ich!”
Richtiges Atmen
Ich atme die Luft ein, als wäre sie Sex, als wäre sie eine Geliebte. Kann ich die Erde, die Luft wirklich fühlen? Kann ich es aushalten? Was wäre, wenn ich wirklich genährt wäre von dem, was ist, unabhängig von meinen Lebensumständen? Wie interagiere ich mit meinen Basis-Körperfunktionen? Kann ich die Luft in Mir überhaupt zulassen? Bin ich dankbar für die Luft, die Lebensenergie, die ich von außen erhalte?
Mit dem Ausatmen geht all meine Aufmerksamkeit nach außen, ich nehme das Äußere wahr und danke dafür: Landschaft, das Innere des Busses, die Möbel in meinem Zimmer. Mit dem Einatmen geht die Aufmerksamkeit nach innen. Ich spüre die Knochen, die Augen, den Bauch.
Die Auszeit in einer Beziehung
Die Diät ist auch innerhalb einer Beziehung möglich:
Hier der Link zum MP3. Die Aufnahme ist leider nicht besonders gut.
Worauf bezieht sich die internalisierte Scham? Dass die Frauenbestätigung gesucht wird?
7. Mai 2010 um 07:40
Es wird weicher, anschaulicher, weniger pathologisch, besser annehmbar, normaler. Danke für die Beschreibung.