Verfasst von: mannwerdung Am: 22. Januar 2010
Immer wieder finden sich die guten Jungen in der Situation, dass sie eine Frau in einer Beziehung begehren oder dass sie andere Frauen begehren, wenn sie gerade in einer Beziehung sind. Warum ist das so?
Muttersohn und Vatertochter suchen Außenbeziehungen, damit die Beziehung zum Ehepartner nicht “zu eindeutig” werden kann. Oder [...] damit sie mit diesen keine eindeutigen Beziehungen leben müssen, da sie ja noch an einen anderen Partner gebunden sind. (Jellouschek: Warum hast du mir das angetan?: Untreue als Chance
, S. 95)
Unterbewusst wirkt der Umstand also immer noch, dass wir die geheimen Berater unserer Mütter sein mussten und uns nie ablösen durften. Darum inszenieren wir einerseits wieder die alte Situation, andererseits verhindern wir, daß wir uns wirklich unserer Partnerin öffnen können. Wir spalten Madonna und Hexe einfach auf: Die Geliebte in der Außenbeziehung ist die Madonna, die bestehende Beziehung ist die Hexe, die uns einschränkt und gefangenhält.
Hat mich überzeugt, aber wie kann ich als Vatertochter meinen Vater loslassen? Und woran erkennt man eine Vatertochter und woran einen Muttersohn. Ich denke, dass mein Freund ein Vatersohn ist, woran erkenne ich, ob er bereits losgelasssen hat?
Verzeihung verschrieben, ich denke, dass mein Freund ein Muttersohn ist.
Nein eigentlich weiß ich es, er hat erzählt, dass er von seiner Mutter emotional missbraucht wurde. Er ist von ihr allein erzogen worden und jetzt drogenabhängig und liegt jetzt nach einer Überdosis im Spital. Seine Mutter hat mich solange terrorisiert bis er aus dem Tiefschlaf gehölt wurde und jetzt terrorisiert sie ihn. Ich hab große Angst, dass sie Ihn in den Wahnsinn treibt und dass er wieder rückfällig wird und komme mir momentan sehr ohnmächtig vor.
[...] ist eine grundlegende Überlegung, die anschließt an Impress/Express und auch an die aktuelle Diskussion: Was ist meine aktuelle Realität, mein aktuelles Sein? Ist es für mein Dasein so wichtig, was die [...]
Hallo Mannwerdung, hier Julia, die im September vorigen Jahres schon mal geschrieben hat. Ich habe mir einige deiner Artikel durchgelesen und halte sehr viel davon. Bezüglich der Dreiecksbeziehung, finde ich sehr bemerkenswert immer wieder zu lesende Studien, die besagen, dass 70% der Männer fremdgehen, nicht geringer werden die Zahlen bei Frauen angegeben. Das Buch Lilithkomplex hab ich noch nicht gelesen. Dafür ein sehr interessantes anderes Werk von Flöttmann: Angst, Ursprung und Überwindung, dass sich auch mit dem Symbiosethema beschäftigt. Meine Frage nun an dich lautet: falls du es gelesen hast, was haltest du davon? Generell geht es von der Theorie aus, dass die prägendste Zeit eines Menschen, die ersten 3 Jahre, die Mutter, aber auch der Vater, die ersten Schritte von ihr/ihm weg unterbindet und damit auch die Selbstständigkeit. Die Info an das Kind lautet dann z.b. geh nicht weg, das ist nicht sicher, dann hab ich Angst um Dich oder geh nicht weg, dann fühl ich mich von dir ungeliebt. Weiters glaube ich persönlich auch, dass ein Baby, schon als Fötus die Gefühle der Mutter symbiotisch erlebt. Ist die Mutter oft traurig, kann ich mir vorstellen, dass auch dies einen Einfluss hat. Dank dir für deine Niederschriften, denn es hat mir schon das eine oder andere mal weiter geholfen.
ps.: In einer Therapie bin ich
… schon vor dem September gewesen
Weitere sehr zu Überlegungen anregende Informationen habe ich in einer Ausgabe von Psychologie Heute gelesen, wo ein Mann eines höheren Semesters gestand, dass er nicht mehr all zu große Lust auf Sex hätte und als er merkte, dass seine Frau sich durch Selbstbefriedigung Aushilfe schaffte, sprach er sie an, ob sie diesbezüglich nicht Hilfe in Anspruch nehmen sollten. Sie, verneinte mit “Wozu”? Dies hat er als ein: “Es ist alles in Ordung” gewertet und dazu gemeint, dass es nicht unwahrscheinlich gewesen wäre, dass er aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus, seiner Frau nicht zu genügen, fremdgehen hätte können. Seitdem haben sie zwar immer noch selten Sex, allerdings hat dieser an Qualität noch mehr zugenommen..das Resümee des Magazines/Autors lautete:” Es zählt oft nicht die Quantität, sondern oft einfach viel mehr die Qualität.”
Einen anderen Artikel zu diesem Thema mit der Aussage, ein Mann hätte seine Beziehungspartnerinnen, umso öfter betrogen, umso mehr Sex er mit ihnen hatte, ist zum Thema Symbiose und Vater bzw. Mutterablösung, aber auch wiederum der Häufigkeit von Sex in Beziehungen contra Qualität oder viell. richtige Dosierung von Nähe und Distanz ebenso interessant. Sein Weg hat ihn aber ebenso zum (von dir empfohlenen/angesprochenen)Tantrasex geführt, indem er eine beidseitige Erfüllung sah.
lg julia
23. Januar 2010 um 12:22
Das neue noch unbekannte lockt eifach..